Geschichte

Das Jahrhundert des ÖWD - Zur Geschichte des Familienunternehmens

Bereits in der dritten Generation führt die Salzburger Familie Chwoyka das Traditionsunternehmen Österreichischer Wachdienst. Seit der Gründung des Betriebs 1906 gelten Sicherheit und Vertrauen als oberste Prinzipien der Geschäftsführung. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der ÖWD zu einem Paradeunternehmen mit beachtlichen Kennzahlen entwickelt. Heute sind es die drei Enkel des Firmengründers, die die Geschicke des ÖWD leiten.

  • Die ersten Jahre
    1906 in Salzburg gegründet, von Wilhelm Chwoyka geführt. Durch geschickte Übernahme von Mitbewerbern gelang es ihm, die Firma sukzessive auszubauen. Diese Strategie ermöglichte es auch, den rigorosen Bestimmungen der damaligen Gewerbeordnung hinsichtlich Betriebsgründungen auszuweichen: Neugründungen waren in der Zwischenkriegszeit nur nach einer positiv verlaufenden Bedarfsprüfung möglich, Erweiterungen hingegen nicht.
    Die zwanziger Jahre boten für das private Sicherheitsunternehmen personell ein hervorragendes Umfeld: Durch die Einstellung von nach dem Krieg entlassenen ehemaligen k+k-Offizieren verfügte der ÖWD über hochqualifiziertes Personal, das auch damals schon vor allem im sogenannten Revierdienst – dem Kontrollgang entlang mehrerer zu bewachender Objekte – eingesetzt wurde.
     
  • Blick über die Landesgrenzen
    Bereits vor Beginn des Zweiten Weltkrieges war der ÖWD als erstes Bewachungsunternehmen österreichweit vertreten. Auch die Tätigkeitsbereiche wurden laufend erweitert. Erste Außenstelle war Innsbruck wo ein schweizerisches Bewachungsunternehmen aufgekauft wurde. Klagenfurt, Wien, Graz und Linz folgten. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges standen mit entlassenen Offizieren genügend hoch qualifiziertes Personal zur Verfügung. Vor allem der Brandschutz stand damals im Vordergrund.
     
  • Erste Privatisierung
    Vor dem 2. Weltkrieg wurde der ÖWD, neben Polizei und Gendarmerie, mit dem Veranstaltungsschutz für das jährlich stattfindende „Gaisbergrennen“ beauftragt. Die Exekutive fürchtete damals, dass Privatfirmen als Konkurrenz zur Polizei Aufgaben wegnehmen könnten.
     
  • 500 Mitarbeiter zu Beginn des 2. Welktrieges
    Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges konnte der ÖWD mit 500 Mitarbeitern schon eine beachtliche Größe vorweisen. Diese Größe und die Ausdehnung des Unternehmens waren auch mitverantwortlich, dass im Firmenwortlaut der Begriff „Österreichischer“ genehmigt wurde. Zu Kriegszeiten wurde die Firma allerdings in „Südostdeutscher Wachdienst“ umbenannt, was zu Kriegsende wieder rückgängig gemacht wurde. Die Kriegsjahre waren für das Unternehmen aus mehreren Gründen nicht leicht zu bewältigen, so kam es zu strikten Einmischungen der Nationalsozialisten in die Preispolitik, bei der Personalbeschaffung mußte großteils auf ausgemusterte Soldaten zurückgegriffen werden und die Auftragslage wurde durch die Zerstörung zahlreicher Gebäude potenzieller Kunden gewiss nicht leichter.
     
  • Schwieriger Wiederaufbau und Generationenwechsel
    Nach Ende des Krieges bestanden die Probleme vornehmlich darin, dass die Standorte in der russischen Zone den Eingriffen der Besatzungsmacht ausgeliefert waren, die Bewachung an sich verboten wurde, und sich der Kontakt von der Firmenzentrale in den Osten durch beschwerliche Genehmigungsverfahren äußerst mühsam gestaltete.

    Die Situation veranlasste den damaligen Studenten Roderich Chwoyka, gemeinsam mit seiner Schwester nach Chile auszuwandern. Dort verdiente er sich als LKW-Chauffeur, später als Angestellter in einem Fotolabor sein Geld. Zwei Jahre später kehrte er zurück und stieg neben seinem Vater in das Unternehmen ein.

    Nach dem Tod seines Vaters Anfang der sechziger Jahre übernahm Chwoyka die alleinige Geschäftsleitung des Österreichischen Wachdienstes. Die gesamte Unternehmensgruppe wurde unter der Geschäftsführung von Roderich Chwoyka durch Aufkäufe von Mitbewerbern auf 1.000 Mitarbeiter aufgestockt.

  • Roderich Chwoyka erweiterte das Unternehmen um mehrere Geschäftsbereiche: ÖWD security systems, eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma ÖWD time access und die ÖWD cleaning services wurden ins Unternehmen integriert. ÖWD security systems brachte vor allem Möglichkeiten zum Aufbau eines neuen Kundenstocks mit sich, da durch die Errichtung sicherheitstechnischer Anlagen eine optimale Kombination zu den traditionellen Bewachungsaufgaben des ÖWD geschaffen wurden.
     
  • Die dritte Generation mit neuen Zielen
    Das neue Jahrtausend hat auch einen Generationswechsel im Familienunternehmen gebracht: Mittlerweile führen die drei Söhne von Kommerzialrat Roderich Chwoyka, Mag. Hans-Georg Chwoyka, Mag. Clemens Chwoyka und Mag. Albert Hollweger die Geschäfte. Längst ist die Unternehmensgruppe in ganz Österreich tätig. Neben der Firmenzentrale in der Stadt Salzburg bestehen Filialen in Linz, Bregenz, Innsbruck, Klagenfurt, Wien. St. Pölten, Wiener Neustadt und Graz. In diesem neuen Jahrtausend wurde auch ÖWD insurance services GmbH als fünftes Unternehmen integriert. Derzeit beschäftigt ÖWD SECURITY & SERVICES 2.400 Mitarbeiter.


     

  • ÖWD SECURITY & SERVICES
    Marktumfragen haben dem ÖWD die höchste Zuverlässigkeit und Kompetenz aller österreichischen Sicherheitsunternehmen attestiert. Gleichzeitig wurde aber die Notwendigkeit eines moderneren Auftrittes erkannt. Am 4. Oktober 2012 wurde das neue Corporate Design und das neue Leitbild präsentiert.

    Ziel ist ein moderner und prägnanter Auftritt von ÖWD SECURITY & SERVICES. Dieses neue Corporate Design stellt für die Unternehmensgruppe eine neue Dimension in der Firmengeschichte dar.
     

  • Eröffnung des Notruf ServiceCenter (NSC) in Wien
    Im März 2014 wurde Österreichs größte und modernste private Leitstelle in Wien eröffnet. Die Leitstelle entspricht den enormen Anforderungen der neuen Leistellen-Norm EN 50518. In der zentralen Leitstelle des österreichischen Sicherheitsunternehmens gehen täglich bis zu eine Million Meldungen von 36.500 Alarmobjekten und technischen Überwachungsgeräten ein.

 

  • Auskünfte:
    Frau Alexandra Grimm, Marketingleiterin
    E-Mail: a.grimm@owd.at